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Sirka Sanders, Deutschland

Sirka Sanders at the Ashram

War vom 29. Juni bis zum 13. Juli 2013 im Ashram und nahm am Ayurveda Yoga Urlaub teil.

 

Jetzt sitze ich hier im vergleichsweise so wahnsinnig ruhigen Berlin und darf mich erinnern an zwei fantastische Wochen im Ashram mit Yoga, ayurvedischen Massagen, leckerem ayurvedischen Essen und vor allen Dingen mit Menschen, die mich so herzlich und selbstverständlich in ihre Familie aufgenommen haben.

Mein Besuch fiel mitten in die Monsunzeit. Da ich von vielen Leuten gehört hatte, dass das keine gute Reisezeit für Indien sei, machte ich mir etwas Gedanken. Diese stellen sich aber als völlig überflüssig heraus. Die tägliche Regendusche war toll und es war schön in einer Zeit dort zu sein, die scheinbar viele Inder sehr lieben. Alles war herrlich grün und die leckeren Mangos waren gerade reif!

Vrindavan selbst hat viel zu bieten – pralles Leben, einen Bazar, viele Tempel – und liegt auch sehr nah an Agra, was z. B. Ausflüge zum Taj Mahal oder nach Fatehpur Sikri sehr unkompliziert macht. Mich begleitete ein sehr sympathischer Fahrer auf diesen Touren, der sich durch aber auch Wirklich gar nichts aus der Ruhe bringen ließ – und das im lustig-chaotischen indischen Verkehr!

Schon bevor ich anreiste war ich begeistert wie toll Ramona sich um wirklich alles kümmerte. Von meinen vielen Fragen, die sie alle geduldig beantwortete bis hin zur Reiseplanung. Alles lief so schnell und unkompliziert – das war einfach toll. So wurde ich auch vom Flughafen abgeholt und fühlte mich von der Ankunft im Ashram bis zur Abreise zu jeder Zeit willkommen.

Ich hatte den Ayurveda-Yoga-Urlaub gebucht und durfte so viel Zeit mit Yashendu verbringen, der sich nicht nur um alles kümmerte sondern sich auch viele Gedanken ganz speziell um die Themen machte, über die wir uns unterhalten hatten. Ich wollte z. B. gern in den zwei Wochen ein paar Kilos loswerden und einfach auch meine Fitness verbessern. Yashendu hat meinen Yogaplan (ich hatte Einzelstunden) komplett darauf abstimmt – mit etlichen echten „Killer-Übungen“, die aber auch viel Spaß machten und schon nach kurzer Zeit Erfolg zeigten.

Auch für meine Ernährung hatte er viele Tipps, stellte mir auch dafür einen Plan zusammen und brachte mich dazu so viel Wasser zu trinken wie in den letzten 38 Jahren nicht… (@Yashendu: Ich trinke immer noch zwei Liter direkt nach dem Aufstehen :) )

Er koordinierte auch die Massagen für mich. Auch hier konnte ich sagen, ob ich irgendwelche speziellen Probleme in einer Köperregion hatte, und er gab das dann an Sumitra, die sehr nette und auch sehr gute Masseurin weiter. Ich bekam auch eine Anwendung für meine Fußgelenke, bei der ein Säckchen mit Kräutern auf heißem Sand erhitzt und auch schmerzende Stellen gedrückt wird. Sowohl die Massagen, als auch die Anwendung für meine Fußgelenke waren toll. Bereits nach einer Woche fühlte ich mit fitter, gelenkiger – wie generalüberholt.

Es gab auch einen Termin mit einem Ayurveda-Arzt, der mein Dosha bestimmte und mit Yashendu zusammen die Kur für mich festlegte. Ich denke auch, dass die Ernährung viel zu meinem Wohlbefinden beigetragen hat. Und vor allen Dingen war das Essen auch einfach sehr lecker!

Über diese Fürsorge hinaus ist Yashendu auch ein wahnsinnig sympathischer, optimistischer Mensch mit dem es einfach Spaß macht Zeit zu verbringen und der mir auch einige Denkanstöße geben konnte. Ich hatte eine tolle Zeit!

Generell war ich begeistert wie freundlich und unkompliziert alle Bewohner des Ashrams waren. Ich hatte z. B. ein recht dummes Problem mit meiner Kreditkarte in der ersten Woche und so hat man mir ganz selbstverständlich einfach Geld geliehen. (An alle Deutschen, die sich auch nie um die wichtigen Dinge im Vorfeld kümmern: Viele Banken erwarten, dass man sie im Vorfeld darüber informiert, wenn man plant die Kreditkarte in Indien zu benutzen.)

Ich habe es sehr genossen mit der ganzen Familie zu essen, im Garten spazieren zu gehen, den Schulkindern beim Lernen und Spielen zusehen zu können. Ich fand auch die Mischung perfekt, dass es im Ashram so ruhig und friedlich war, aber dass man nur einen Fuß vor das Tor setzen musste und draußen tobte das Leben. Ich fand es toll, an allem teilnehmen zu können, mich aber auch völlig zurückziehen zu können, wenn ich wollte. (Es gibt auch einen großen Bücherschrank für alle Leseratten)

Ein Punkt, den ich auch bemerkenswert fand, war dass der Ashram keine religiöse Komponente hat. Auch die Schulbildung der Kinder ist wohl frei davon, was ich sehr gut finde. Ich bin dort auf sehr offene, reflektierte Menschen gestoßen, die zu keinem Zeitpunkt versuchten mir irgendwelche Erkenntnisse „überzuhelfen“. Wir konnten über alles reden - das fand ich toll und so hatte ich in der kurzen Zeit auch das Gefühl, ein bisschen was von Indien mitbekommen zu haben.

Ich kann den Besuch im Ashram wirklich uneingeschränkt jedem empfehlen, der etwas Abstand von seinem Leben Sucht. Und auch jedem, der einen besseren Draht zu seinem Körper finden möchte. Und ich meine damit nicht, dass man „gestählt“ zurückkommt  Ich konnte mich dort wahnsinnig gut entspannen und auch erkennen, dass vielleicht eine bestimmte Kleidergröße nicht das wichtigste ist, sondern eher ein gutes Köpergefühl. Und was kann man sich wohl mehr wünschen als einen entspannten Geist und einen gesunden Köper?!

Zuletzt hat mir dann noch der Gedanke sehr gut gefallen, dass ich dort einen fantastischen Urlaub verbringen konnte, und dass ich damit sogar ein so wichtiges Projekt wie die Schule unterstützen konnte. Was die gesamte Ashram-Familie für diese Kinder tut ist einfach unglaublich und ich kann nur jeden darin bestärken, einfach hinzufahren und sich selbst davon zu überzeugen.

Viel Spaß dabei und alles Liebe, Sirka.

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